100 Jahre Kuffer, 100 Jahre Wirtschaftsgeschichte
Höhen und Tiefen liegen seit 1910 eng beieinander, solide Unternehmensführung sichert beständiges Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg.
München - Exakt 100 Jahre sind vergangen, seit 1910 die Firma "Hans Kuffer. Ost-, Gemüse und Südfrüchtegroßhandel" gegründet wurde. Damals noch in der Münchener Bayerstraße beheimatet, mussten alle per Bahn ankommenden Güter von der Eilgut-Halle in der Landsbergerstraße bzw. der Frachtgut-Halle in der Arnulfstraße mittels Handkarren zum Verkaufslager in der Bayerstraße und zum Viktualienmarkt befördert werden.
1914 wurden die Wohn- und Geschäftsräume der Firma in die Ligsalzstraße verlegt und der Handel, der inzwischen auf alle Landesprodukte ausgeweitet worden war, wurde auf das Westend, Neuhausen und Schwabing ausgedehnt. Im gleichen Jahr wurde der Firmeninhaber an die Front eingezogen. In den folgenden vier Jahren musste seine Frau allein die Geschäfte führen.
1921 erhielt das Unternehmen erstmals einen Verkaufsstand in der Münchener Großmarkthalle. Fleiß und bescheidene Lebensverhältnisse wurden in der Folge durch langsam wachsenden Wohlstand belohnt, bis die Inflation alles Ersparte vernichtete.
1923 erfolgte die Zuweisung eines Verkaufsstandes in Halle 4 des Großmarktes. Erste Verbindungen ins Ausland wurden aufgenommen.
1926 konnten die neu erworbenen Wohn- und Lagerräume in Sendling bezögen werde, ein erster größerer LKW wurde angeschafft. Nach bestandener Volks- und Handelsschule wurde der Sohn des Inhabers - Johannes Kuffer - bereits im Alter von 16 Jahren in die Firma aufgenommen. Einige Jahre später trat dessen jüngere Schwester hinzu.
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 fand die stete Aufwärtsentwicklung ein jähes Ende. Alle geschäftlichen Beziehungen zu einem längjährigen Kunden- und Lieferantenstamm wurden schwer getroffen. Jahre der Bewirtschaftung bis über das Kriegsende hinaus folgten.
In der Nacht vom 6. zum 7. September 1943 wurden zudem die Wohn- und Lagerräume in der Forstenriederstraße und die Verkaufsräume in der Großmarkthalle durch Fliegerbomben vollständig vernichtet. Unter enormen Anstrengungen wurde jedoch wenig später ein behelfsmäßiger Betrieb in der von Bomben fast vollständig zerstörten Großmarkthalle wieder aufgenommen. Mit vereinten Kräften entstanden aus den Ruinen neue Lagerräume.
Die großen Opfer, Entbehrungen und der Wiederaufbau zwischen 1943 und 1945 zehrten bis 1947 an der Gesundheit des Firmengründers, der am 24. März 1947 nach einem arbeitsreichen Leben mit 63 Jahren verstarb. Mit dessen Tod übernahm sein Sohn die Geschäfte der Firma.
Der Auf- und Ausbau neuer Wohn- und Lagergebäude wurde 1961 abgeschossen. Alte und neue Geschäftsverbindungen wurden nach Aufhebung der Zwangsbewirtschaftung wiederhergestellt - ein verhältnismäßig schnelles Wachstum der Firma begann.
1960 konnte die Firma "Hans Kuffer" ihr 50-jähriges Betriebsjubiläum feiern.
1961 wurde Peter Kuffer, Enkel des Firmengründers und heutiger Inhaber der Firma, mit 16 Jahren in die Firma aufgenommen.
1965 verstarb überraschend der damalige Inhaber im Alter von 55 Jahren.
Else Kuffer, dessen Frau übernahm in der Folge die Firmenleitung.
1986 übernahm Peter Kuffer als Einzelinhaber das Unternehmen. Im April 1986 traf das Reaktorunglück von Tschernobyl die Firma hart - viele Produkte wurden aufgrund tatsächlicher oder vermuteter Strahlenbelastung gesperrt und damit unverkäuflich.
In den Folgejahren wurde die Produktpalette kontinuierlich erweitert und schließlich eine Bio-Zertifizierung des gesamten Betriebs erreicht.
In den Folgejahren wurde die Produktpalette kontinuierlich erweitert und schließlich eine Bio-Zertifizierung des gesamten Betriebs erreicht. Die Ansprüche der Kunden hatten sich in dieser Zeit kontinuierlich verändert - saisonal verfügbare Produkte, gesundheitlich unbedenkliche Produktion, Transport und Lagerung und regionaler Bezug der Ware wurden wichtiger.
"Hans Kuffer" hat sich diesem Trend gestellt und vertreibt schwerpunktmäßig Erdbeeren, Himbeeren, Zwetschgen, Äpfel und Kirschen aus der Bodensee-Region und der Pfalz bzw. deutschen Spargel aus Abensberg.
Im Juni 2010 die Familie, Lieferanten und Kunden, Freunde und Kollegen den 100. Firmengeburtstag.